|
Was den Betrieb
des Hauses von 2002 bis März 2007 betrifft, waren über
Vereinbarungen mit der Stadt die jeweiligen Leistungen geregelt:
Sächliche und personelle Grundausstattung stellte die
Kulturverwaltung; die Öffnung des Hauses und der Ausstellungsbetrieb
wurden von unserem Verein gewährleistet. Unsere Absicht
war es zu beweisen, welche Schätze in der Sammlung verborgen
und welche Chancen mit der Sammlung und den Themen der Völkerkunde
verbunden sind. Es war nie unser Ziel, das Haus und alle Kosten
auf Dauer zu übernehmen.
In der Tat konnte ein hochkarätiges Ausstellungsprogramm
aufgelegt werden. Ich erinnere nur an die Japan-Ausstellung,
mit der 2005 das Schleswig-Holstein-Festival eröffnet
wurde. Seit 2002 ist - allen Erfolgen zum Trotz - jedoch die
schon von Beginn an schmale Personalausstattung weiter reduziert
worden.
Was die Grundausstattung und den Unterhalt des Hauses betrifft,
wurde meist unterhalb der vertretbaren Grenzen gearbeitet.
Dies war bzw. ist auf Dauer mit dem Rang von Haus und Sammlung
nicht zu vereinbaren. Die Hoffnung, dass sich unter der Kulturstiftung
Lübeck, die seit Beginn des Jahres 2006 für den
Museumsbetrieb in Lübeck zuständig ist (also auch
für das Haus der Völkerkunde), die Lage entspannt,
hat sich leider zerschlagen. Haupt-Streitpunkt war und blieben
der gesicherte Betrieb und die Verwaltung des Hauses. Dabei
ging es nicht um viel Geld sondern um personelle Kontinuität
und um Stellenanteile!
Um trotzdem eine professionelle Weiterführung der Museumsarbeit
im Haus der Völkerkunde zu ermöglichen, hat unsere
Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde zu Lübeck
Ende 2006 einen Gutachter gebeten, ein Konzept zur Neuausrichtung
des Lübecker Hauses der Völkerkunde zu entwickeln.
>
weiter
|